Iran: Brutale Gewalt gegen das Volk

Eine Demonstrantin trägt am 31. Januar in Paris einen Aufkleber mit der Aufschrift „Keine Hinrichtung” über ihrem Mund, neben den Porträts mutmaßlicher Opfer von Razzien im Iran.
Die Proteste gegen das Regime im Iran wurden wieder blutig niedergeschlagen.
Die Zahl der Verletzten, Getöteten und Verschwundenen kann kaum benannt werden.
Protestieren Sie für
  •  ein Ende jeglicher Gewalt gegen Demonstrierende im Iran
Protestieren Sie bei

Head of Judicary, Gholamhossein Mohseni Ejei, c/o Embassy of Iran to the European Union, BRUSSELS, BELGIUM

In Kopie an

Botschaft der Islamischen Republik Iran, S. E. Herrn Majid Nili Ahmadabadi, BERLIN

62 Tage verbleibend
Sehr geehrter Herr Ejei,

bei den landesweiten Protesten im Iran im Dezember 2025 und Januar 2026 wurden laut internationalen Medienberichten bis Anfang Februar über 30.000 Menschen getötet und über 40.000 Menschen verhaftet. Menschenrechtsorganisationen berichten von einem erschreckenden Ausmaß an Folterungen, sexualisierter Gewalt in Gefängnissen, Verschwindenlassen, inszenierten Geständnissen und der Militarisierung des öffentlichen Raums. Das iranische Volk wurde durch die Kappung des Internets, Ausgangssperren und Versammlungsverbote drangsaliert. Die Regierung des Landes hat zahlreiche grundlegende Menschenrechte beschnitten.

Ich fordere Sie auf, alles in Ihrer Macht Stehende zu tun, um die vielschichtige und ausufernde Gewalt des Staates und seiner Vollstreckungsorgane gegen die protestierende iranische Bevölkerung unverzüglich zu beenden.
Dear Mr. Ejei,

According to international media reports, during the nationwide protests in Iran in December 2025 und January 2026, more than 30,000 people had been killed and more than 40,000 arrested up to the beginning of February. Human rights organisations report about torture, sexualised violence in prison, enforced disappearances, staged confessions and militarization of public space on an alarming scale. The Iranian people were harassed by capping of the internet, curfews and bans on public meetings. The government of the country has curtailed numerous fundamental human rights.

I call upon you to do all within your power to immediately put a stop to the multifaceted and rampant acts of violence on the part of the State and its enforcement agencies against the protesting Iranian people.
Anrede
Land

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Am 28. Dezember 2025 begann der Aufstand im Großen Basar von Teheran: Händler protestierten gegen den rasanten Wertverfall des iranischen Rial und eine galoppierende Inflation. In den Tagen darauf breiteten sich die Demonstrationen im ganzen Land aus, berichtet tagesschau.de. In über 4.000 Städten in 31 Provinzen gingen tausende Menschen auf die Straßen. 

Den bisherigen Höhepunkt erreichten die Proteste zwischen 8. und 9. Januar. Der Zorn der Iranerinnen und Iraner richtete sich wie schon in den Jahren und Jahrzehnten davor, gegen die grausame Diktatur ihrer Regierung. Die islamistischen Führer reagierten mit voller Härte. Es wurde Schießbefehl gegeben. 

Tödliche Niederschlagung 

Die Zahl der Menschen, die bei den blutigen Protestniederschlagungen bis Anfang Februar ums Leben kamen, ist nicht genau zu benennen. Offizielle Zahlen der iranischen Regierung beliefen sich zu Redaktionsschluss auf 3.117 Tote, während andere Schätzungen von über 30.000 ausgingen, wie die Frankfurter Rundschau (FR) am 27. Januar berichtete. Zudem seien mindestens 41.880 Menschen im Zusammenhang mit den Demonstrationen verhaftet worden, so die Organisation Human Rights Activists News Agency

Folter und Gewalt

Amnesty International (AI) beklagt die Praxis des Verschwindenlassens, Folterungen, sexualisierte Gewalt in Gefängnissen, inszenierte Geständnisse und die Militarisierung des öffentlichen Raums. Laut Vereinten Nationen und AI wurden verletzte und frisch operierte Menschen aus Krankenhäusern verschleppt und inhaftiert, wie die FR weiter berichtet. In den Augen des iranischen Regimes war der Protest eine Verschwörung, angestiftet von den Erzfeinden USA und Israel, so Der Standard am 19. Januar. Um die Protestbewegung zu stoppen, wurden das Internet abgeschaltet, nächtliche Ausgangssperren verhängt und Versammlungen verboten.

Lage unberechenbar

Die Lage im Iran und die Situation der Bevölkerung sind aktuell nicht abschließend einzuschätzen und können sich jeden Tag ändern. Was wir für die Menschen im Land tun können, ist, dem Regime zu zeigen, dass die Welt die Proteste im Iran wahrnimmt und deren tödliche Niederschlagung verurteilt. Mit Ihrer Teilnahme, liebe Leserinnen und Leser, erheben Sie mit uns Ihre Stimme bei der obersten Justizautorität des Irans und fordern ein sofortiges Ende jeglicher Gewalt gegen die protestierende iranische Bevölkerung. Danke für dieses Zeichen, das Sie mit uns gemeinsam setzen!

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